Die Startgruppe The Rados Frühjahr 1963. vl. Roland  Küpfer, Meinrad Winkler, Paul Zuck

Hirschensaal Dogern 1963 mit der Gründerbesetzung: v.l. Franz Zuck, Andi Schmidt, Roland Küpfer, Walter Kaiser,
Paul Zuck und Meinrad Winkler

Begonnen hat das „Rados-Sextett" im Spätherbst 1963 mit einem ganz jungen Team. Es bestand aus fünf
noch überwiegend minderjährigen Musikern: Paul Zuk, Franz Zuk, Roland Küpfer, Walter Kaiser und Meinrad Winkler.


Bild oben: Hirschensaal Dogern 1964 v.l. Meinrad Winkler, Paul Zuck, Georg Baumgartner, Roland Küpfer.


Der erste offizielle öffentliche Auftritt war 1964 bei einem Wiesenfest des Radsportvereins Dogern.
v.l. Meinrad Winkler, Paul Zuck, Georg Baumgartner, Roland Küpfer, Dieter Krebel.
Von diesem Tag an ging es mal auf und mal ab und die jungen Burschen mussten viel Durchstehungsvermögen aufbringen, um nicht schon bald wieder das „Handtuch" werfen zu müssen. Ausdauer, Idealismus und der damalige Bandleader Meinrad Winkler haben die Kapelle zusammengehalten.



Bild oben: Der unvergessliche Winterurlaub in Österreich /Obergurgel mit v.l. Meinrad Winkler, Georg Baumgartner, Paul Zuck,
Dieter Krebel, Herbert Wassmer, Klaus Martin und Roland Küpfer.


The RADOS,  Urlaub 1968 in Obergurgel

Ein Jahr lang hat man schon davon gesprochen,
dass die Rados darauf pochen
gemeinsam und nach alter weise
acht Tage wollen auf die Reise.
Am 2. Januar 1963 da hat es dann geklappt
sie fuhren morgens früh um acht Uhr ab.
Ein jeder hatte noch was her zu richten
und einer hatte auch noch Ehepflichten.
Beim Martin Klaus da wurde noch getankt ganz groß
dann ging die Reise aber los.
Das fahren ging mit ach und weh-
denn es hatte sehr viel Schnee.
Der Meinrad hatte grad die besten Reifen nicht
und beim Dieter brannte kaum das Licht.
Bis zum Arlberg ging ja alles fein
doch dann kam schon das große Pein.
Am Ford da drehten sich die Räder,
beim Krebel Dieter ging es gut, der hatte Kleeber.
Vor einem Gasthaus wurden Ketten dann montiert,
worauf der Klaus dann 7 Kaffe hat spendiert.
Der Arlbergpass das war ein Krampf,
Meinrad’s Kühler hat gedampft
Den Dieter hörte man verdammen:
„jetzt wollte mich doch grad ein Schneepflug rammen!“
Für alle war es etwas viel,
doch um fünf Uhr abends waren wir am Ziel.
In Obergurgel angekommen,  
war Wassmer Herbert vom Schnaps schon ganz benommen.
Doch er hat sich wieder gut gefangen
als wir zum Essen sind gegangen.
Nach dem Essen wollten wir ja alles sehn’
und g’soffen hamm'se bis sie nicht mehr konnten steh’n.
Der Roland kletterte auf einen Baum
und fiel herunter wie ne Pflaum.
Der Georg musste sich dreimal übergeben,
er vertrug es nicht; das viele Viertel heben.
Klaus und Herbert diese zwei
kamen erst nach Haus so gegen drei.
So zeigte am ersten Abend jeder was er kann,
beim Kegeln, saufen gingen alle kräftig ran.
Am nächsten morgen schon um neune rum
Frühstückten alle schom mit neuem Schwung.
Dann wurden alle Skier angeschnallt,
das Wetter war noch ziemlich kalt.
Mit dem Sessellift ging’s dann in die Höh’,
Schorschi meint des isch doch aber schö’.
Ganz oben endlich angekommen
hat sich mancher noch besonnen,
wie werd ich hier wohl runter kommen? 
Dreimal ging’s beim Schorschi gut,
doch dann kam im Boden so ne Nut
Die wollte er ganz lässig überspringen
doch der Skispitz steckt im Schnee herinnen.
Er ruft uns zu: „Ein Ski ist abgebrochen“
Gott sei Dank sind heil noch, seine Knochen.
Dass das mal wieder ganze Arbeit war
das war uns allen ziemlich klar
Gottlob konnte er sich welche leihen,
es fährt sich schlecht auf einem paar Ski zu zweien.
Am Abend konnte er dann auf den Schrecken,
ein schönes blondes Mädelein entdecken.
Sogar aus Finnland kam der süße Stern,
der Georg hätte sie ja gehabt so gern.
Doch des Finnenmädchens Vater
machte wirklich kein Theater,
nahm sie einfach mit auf’s Zimmer
und der Georg sah sie nimmer.
Jeder fühlte sich zu Hause
bei der guten Musik in der Klause.
So vergingen schnell die Tage
und es tauchte auf die Frage
wollen wir so weiter Saufen?
Nein sonst müssen wir nach Hause laufen!
Aber es ging trotzdem froh und munter weiter
und Obergurgel wurde immer mehr verschneiter.
Dann kam der Abschied von dem schönen,
beim Schneebuddeln hörte man dann jeden stöhnen,
unsere Autos sind total im Schnee vergraben,
da mussten wir zum raus zieh’n einen Schlepper haben
und endlich waren wir auf dem Weg nach Hause,
da gab’s beim Arlberg schon ne ungewollte Pause
total Zugeschneit sind die Straßen alle,
oben rüber fahren geht auf keinem Falle
Was blieb uns übrig und das war auch gut
wir luden unsere Autos auf den Zug
Doch dieser fährt nicht - Sie tuen nur jonglieren
und wir müssen im kalten Zug ganz bitter frieren.
Nach 10 Minuten sind wir steif gefroren
und haben dann die Geduld verloren.
Den Schaffner suchen und beschimpfen wir,
ein kalter Zug und alles ohne Bier.
Die Antwort ist ganz kurz und dabei meint er,
die Bahnhof's Wirtschaft ist nur 5o m weiter.
Ach je jetzt aber nicht's als hin,
doch er sagt: bleiben sie jetzt im Wagen drin
denn in ein paar Sekunden nur
fahren wir ab, da sind wir stur.
So sind wir eben drin geblieben
und haben uns gegenseitig warm gerieben.
Als der Zug dann in das Tunnel fährt,
unsere Schorsch ein Teil vom Koffer leert,
Verschmutzte Wäsche bringt man nicht nach Haus,
die schmeißt man einfach im Tunnel aus dem Fenster raus.
Dann kamen wir bald schon wieder auf die Straße
und heimwärts ging’s , das war doch Klasse.
Es bleibt der Ausflug ein Erlebnis
und wir kamen zum Ergebnis:
So was muss mal wieder sein
und wer nicht mit will bleibt daheim.

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Schon von Anfang an wurde die Kameradschaft und der Zusammenhalt gepflegt. Viele private Feste (in der Rados-Bar in Dogern)
wurden gefeiert und gemeinsame Ausflüge mit den Ehefrauen und Freundinnen organisiert.
 


Durch Einzug zur Bundeswehr oder beruflich bedingte Ausfälle gab es öfters einen Stillstand in der Verbesserung des musikalischen Niveaus.
Schlagzeuger Meinrad Winkler, der die Gruppe von Anfang an leitete, führte die „Rados" in der Anfangszeit jedoch über die schweren Zeiten hinweg.
Er verließ die Kapelle vor zwei Jahren aus persönlichen Gründen. Zuvor gab es verschiedene Wechsel in der Besetzung der Kapelle.
Nach dem Ausscheiden von Walter Kaiser an der Gitarre rückte Saxophonist Andi Schmidt aus Säckingen nach.
Der Platz am Bass wurde von Dieter Krebel, Hermann Haferkorn und Jürgen Stenzel gewechselt.
Die Orgel wurde ein Jahr lang von Dieter Agricola meisterhaft besetzt und Karl-Otto Kaltenbacher überbrückte die Bundeswehrzeit von Andi Schmidt
als vollwertiger Ersatzmann.


Am Rheinufer Dogern: v.l. Meinrad Winkler, Andi Schmidt, Hermann Haferkorn, Stefan Königs, Roland Küpfer,
Georg Baumgartner.
Der ganz große Durchbruch gelang erst im Jahre 1969. Seitdem ließen sich die Auftritte bei großen
Veranstaltungen kaum noch zählen. Angeführt seien hier noch einige Höhepunkte:
Zwei Reisen nach Blois (Frankreich), als musikalische Vertreter der Stadt Waldshut;
die jährlichen Auftritte bei der Waldshuter Chilbi; Mehrtägiges Gastspiel in der Burda-Halle Freiburg;
regelmäßige Auftritte beim Schwyzertag und den Surianerbällen in Tiengen, Junggesellenbälle Waldshut
und dem Tiengener Sportlerball.Auch in der gesamten Nordschweiz hat die Kapelle ihr Publikum immer wieder begeistert.


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