Die Wiedersehensgruppe vom Rados-Sextett: v.l. hintere Reihe: Stefan Königs,
Meinrad Winkler, Andi Schmidt, Ulla und Thomas Krämer, Bubu Wassmer, Roland Küpfer, Benny Schuler, Georg Baumgartner, Vorne sitzend: Bärbel Schmidt und Loni Bombach.
Dezember 2014, im Gasthaus Linde Unteralpfen
Bild: Silvio Schuler
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Rückblick:

Das Rados-Sextett gab am Samstag, 31. März 1984 in der Gemeindehalle Dogern seine Jubiläums- und Abschiedsparty. Zwanzig Jahre war die Band ein Begriff, wenn es darum ging, bei Veranstaltungen vieler Art, gute und begeisternde Musik zu bieten und vor allen Dingen Stimmung zu machen. Veranstalter, die sich für das „Rados-Sextett" entschieden, hatten immer die Gewähr, ihrem Publikum etwas Besonderes zu bieten und ein volles Haus zu haben.

Der Start war im Jahr 1963 unter dem Namen „The Rados“.

Von Anfang an lag die Leitung, der Aufbau und die Vermarktung der Band 12 Jahre lang beim Schlagzeuger Meinrad Winkler bis 1975, dann übernahm dies sein Bruder Roland Küpfer.

Stationen einer kleinen Karriere

Es waren sechs Männer mit einem Herz voller Musik, Talent für Anpassung und einem sechsten Sinn für Stimmung und Heiterkeit. Sie wurden weit über den Landkreis Waldshut hinaus bekannt und beliebt. 1963 reifte der Entschluss (bei Paul Zuk, Roland Küpfer und Meinrad Winkler) eine Band mit dem Namen „The Rados“ zu gründen.


 
Schon im Juni 1964 spielte diese neue Formation (Paul Zuck, Georg Baumgartner, Roland Küpfer, Dieter Krebel und Meinrad Winkler bei einem Wiesenfest des Radsportvereins Dogern.
Von diesem Tag an ging es mal auf mal ab und die vier jungen Burschen mussten recht viel Energie und Durchstehungsvermögen aufbringen, um einigermaßen am „Ball" bleiben zu können. Nur die Ausdauer und der Idealismus war es, was sie zu dem machte, was sie wurden – die bekannteste und beste Musik-Band am Hochrhein. Durch öftere Umbesetzungen, bedingt durch die Einberufung einiger Mitglieder zum Wehrdienst, gab es immer wieder einen längeren Stillstand in der Verbesserung des musikalischen Niveaus. Mit der Neubesetzung durch den Trompeter Georg Baumgartner und dem Saxophonisten Andi Schmidt hat die Band 1969 einen gewaltigen Aufschwung erlebt, der sich dann von Jahr zu Jahr immer mehr durch die immer größer werdende Fan-Gemeinde bemerkbar machte.


Die damals ganz besonderen Auftritte:

1968 = vier Tage in Frankreich in Blois, ab 1970 jährlich an der Waldshuter Chilbi /So/Mo/Mi/Sa/So),
1972 = Drei-Tage-Gastspiel in der Burda-Halle Freiburg,

1973 = 800 Jahr-Feier Höchenschwand (Dorf am Himmel),

ab 1974 viele Jahre am großen Heimatfest „Schwyzertag" und am legendären Surianerball in Tiengen und vielen vielen weiteren Groß- und Kleinveranstaltungen am Hochrhein konnte das Sextett die besten Erfolge verzeichnen. Aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz, so z.B. in Fislisbach, Mellingen, Muri, Künten und vielen anderen Orten, begeisterte das Ensemble sein Publikum. Selbst die kritische Schweizer Presse fand nur Worte des Lobes. Schweizer Agenturen hatten auf ihrer Plakatwerbung das Rados-Sextett immer wieder als „Süddeutsches Spitzenorchester" bezeichnet.

In der Stadthalle Waldshut (1974) war das Rados-Sextett auch schon Begleitband von Paola del Medico (Frau von Kurt Felix) mit dem Song "Bonjour, bonjour " und Freddy Breck mit "Rote Rosen". Auch für Mode- und Jubiläumsbälle, sowie für Tanz- und Unterhaltungsabende der Industrie, der Wirtschaft und namhafter Verbände der kommunalen und politischen Ebene wurde das RADOS-SEXTETT verpflichtet. Aber nie ruhten sich die Rados auf ihren „Lorbeeren" aus. Nein — es wurde weitergearbeitet! Für die Musik, für mehr Erfolg und vor allen Dingen für seine immer größer werdende Fangemeinde.

 


v.l. Stefan Königs, Jürgen Stenzel, Andi Schmidt, Roland Küpfer, Georg Baumgartner, Meinrad Winkler.
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Die damalige Besetzung vom Rados-Sextett - aus unserem Werbeflyer 1969


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Die Besetzung ab 1976 „Rados-Sextett"

Roland Küpfer (Solo- und Rhythmusgitarre, Banjo, Gelang),
Gerhard Waßmer (Baß, Posaune, Akkordeon),
Thomas Krämer (Saxophon, Klarinette, Gesang),
Georg Baumgartner (Trompete, Querflöte, Gesang),
Stefan Königs (Orgel, Piano, Gitarre, Gesang)
und
Benny Schuler (Schlagzeug, Gesang).

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Sonderbericht SÜDKURIER / ALB BOTE: Tanzkapellen am Hochrhein:

„Rados-Sextett" begeistert seit 15 Jahren
Erster Auftritt war 1964 bei einem Wiesenfest des RSV Dogern

WALDSHUT/DOGERN. Das „Rados-Sextett" kann in diesem Jahr auf fünfzehn Jahre musikalisches Wirken am Hochrhein zurückblicken. Zehn Jahre davon gehört die Tanzkapelle zum festen Bestandteil der Waldshuter Chilbi. Ein Beweis dafür, welche konstante Leistung die Kapelle in dieser Zeit gebracht hat. Heute gehört das „Rados-Sextett" zu den bekanntesten und beliebtesten Kapellen am Hochrhein. Und mit Begeisterung sind die sechs Musiker trotz ihres Erfolges dabei, die Leistungen zu verbessern.

Begonnen hat das „Rados-Sextett" im Spätherbst 1963 mit einem ganz jungen Team. Es bestand aus fünf noch überwiegend minderjährigen Musikern:
Paul Zuk, Franz Zuk, Roland Küpfer, Walter Kaiser und Meinrad Winkler.
Der erste öffentliche Auftritt war bei einem Wiesenfest des Radsportvereins Dogern mit der Besetzung:
Paul Zuck, Georg Baumgartner, Roland Küpfer, Dieter Krebel und Meinrad Winkler

Von diesem Tag an ging es mal auf und mal ab und die jungen Burschen mussten viel Durchstehungsvermögen aufbringen, um nicht schon bald wieder das „Handtuch" werfen zu müssen. Ausdauer, Idealismus und der damalige Bandleader Meinrad Winkler haben die Kapelle zusammengehalten.

Durch Einzug zur Bundeswehr oder beruflich bedingte Ausfälle gab es öfters einen Stillstand in der Verbesserung des musikalischen Niveaus. Schlagzeuger Meinrad Winkler, der die Gruppe von Anfang an leitete, führte die „Rados" in der Anfangszeit jedoch über die schweren Zeiten hinweg. Er verließ die Kapelle vor zwei Jahren aus persönlichen Gründen. Zuvor gab es verschiedene Wechsel in der Besetzung der Kapelle. Nach dem Ausscheiden von Walter Kaiser an der Gitarre rückte Saxophonist Andi Schmidt aus Säckingen nach. Der Platz am Bass wurde von Dieter Krebel, Hermann Haferkorn und Jürgen Stenzel gewechselt. Die Orgel wurde ein Jahr lang von Dieter Agricola meisterhaft besetzt. Karl Otto Kaltenbacher überbrückte die Bundeswehrzeit von Andi Schmidt als vollwertiger Ersatzmann.

Der ganz große Durchbruch gelang erst im Jahre 1969. Seitdem ließen sich die Auftritte bei großen Veranstaltungen kaum noch zählen. Angeführt seien hier noch einige Höhepunkte: Zwei Reisen nach Blois (Frankreich), als musikalischer Vertreter der Stadt Waldshut; die jährlichen Auftritte bei der Waldshuter Chilbi; Mehrtägiges Gastspiel in der Burda-Halle Freiburg; regelmäßige Auftritte beim Schwyzertag und den Surianerbällen in Tiengen, Junggesellenbälle Waldshut und dem Tiengener Sportlerball. Auch in der gesamten Nordschweiz hat die Kapelle ihr Publikum immer wieder begeistert.

Das große Vorbild des „Rados-Sextett" ist das Pepe-Lienhard-Sextett. Für die Kapelle war es deshalb ein Ereignis, als man beim diesjährigen Surianerball in Tiengen mit dem Schweizer Spitzenorchester zusammenspielen konnte. Auch Hazy Osterwald war an gleicher Stelle einmal Musikpartner.
Im kommenden Winter wird man sich wahrscheinlich mit Hazy Osterwald wieder in Basel treffen. Hinter den Erfolgen des „Rados-Sextett" steckt harte Arbeit. Zweimal wöchentlich wird in Dogern geprobt. Aktuelle Tagesschlager, in- und ausländische Hitparade, Instrumentalstücke von Pete Tex und Herb Alpert gehören zur Stärke des „Rados-Sextett". In der „Hot-Dog-Besetzung" begeistert die Kapelle immer wieder mit Dixieland. Für besondere Anlässe hat die Kapelle eine eigene Musikshow eingeübt. Dann kommt auch eine Lichtkanone und eine Scheinwerferanlage zur Geltung. Während dieser Show hat das „Rados-Sextett" auch eine Sängerin: Conny Rutzki aus Rheinfelden. Die Musikrichtung der Kapelle lässt sich nicht genau festlegen. Gespielt wird das, was dem Publikum gefällt. Anpassung an jeden Anlass gehört zu den Stärken des „Rados-Sextett". Roland Küpfer, der die Kapelle heute leitet, spornt seine Musiker immer wieder zu besseren Leistungen an. Auch die Kameradschaft kommt beim „Rados-Sextett" nicht zu kurz. Jedes Jahr nach Fasnacht wird ein einwöchiger Ausflug unternommen, bei dem vom Musikerstress des ganzen Jahres ausgeruht wird.

(Herbert Nowatzek, Südkurier)



v.l. Andi Schmidt, Benny Schuler, Georg Baumgartner, Bubu Wassmer,
     Roland Küpfer, Stefan Königs



v.l. unten: Jürgen Stenzel, Stefan Königs, Günther Schnidt, Roland Küpfer,
oben: Stefan Königs,  , Thomas Krämer



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