Rados-Sextett 1973 in Saas Fe / Wallis CH


Zum Jahresurlaub nach Saas Fe 14. - 17. 11. 1973


14. bis 17. November 1973
Ein Platz bei dieser Reise blieb leider leer
der Steffi fehlt - er hatte schon keinen Urlaub mehr.
Wo ein Wille - müsste doch ein Weg zu finden sein,
aber wir wollten ihn nicht zwingen nein
er soll drum ruhig zu Hause bleiben
und sich die Zeit mit seiner Magda vertreiben.
Nach fünf Jahren hat es nun geklappt,
die Musik hielt uns so auf trapp.
Nun haben wir uns überwunden
und ein freies Loch im Kalender g'funden,
wo wir gemeinsam eine Reise machen,
zusammensitzen und auch lachen.
Kalifornien war ein Traum gewesen,
wir haben's im Rheinischen Merkur gelesen
es wurde viel mit Amerika korrespondiert
doch wir haben uns geirrt
es klappte nicht wegen dem Instrumenten-Transport
jetzt spielt halt ne Feuerwehrkapelle dort.
Wir wollen ja auch nicht so hoch hinaus,
wir freuen uns schon über den Erfolg zu Haus.
Sechs Mann doch ohne Sänger
es geht auch so ihr lieben Männer
Wir sind zur Zeit ganz schön beliebt,
obwohl es auch noch die „Elite“ gibt.
Ist bei den „Rados“ nur der Sex begehrt
oder ist die Musik auch was wert?
Wer weiß ? wir lassen diese Frage offen
sonst wird vielleicht noch einer bös getroffen.
Die Musik kommt auf alle Fälle an,
weil jeder leistet was er kann.
Das Publikum strömte herbei in Scharen,
egal bei welchem Anlass engagiert wir waren
Über diesen Aufstieg können wir uns freuen
und brauchen keine Stunde zu bereuen.
71 Auftritte sind kein Papenstiel
das wurde manchem fast zuviel
und 67 Proben kamen noch dazu
da bleibt nicht viel für Rast und Ruh.
Das ist ne Leistung die sich hören lassen kann,
wir sind fast nah an Profi - Musik dran.
Vom vielen Rauch und Alkohol zu Schweigen,
die folgen werden sich schon zeigen.
Doch die Musik erfüllt uns alle ganz,
der eine lernt’s der andre kann’s.
Mit den Baßisten hat’s nie recht hingehauen,
zuerst der Hermann - dann der Jürgen diese schlauen,
haben sich nur kurz ein Jahr gehalten,
beim Hermann war’s das Alter - beim Jürgen wegen seiner Alten!
Jetzt haben wir das große Los gewonnen
und den Wassmer Gerd in unsere Band genommen,
Bubu wird er bei uns genannt
bei allen Fans ist er bekannt.
Anstand hat er und das nicht wenig
er fühlt sich jetzt so wie ein König
als Ehemann im Doppelzimmer ganz legal,
ihr Leut’ es klingt bestimmt banal
Die Hochzeit musste vor der Wallis-Reise sein,
er hatte Angst wir quartieren ihn im Einzelzimmer ein.
Zwei Tage vor dem Reisetag
hat unser Bubu in der Kirche ja gesagt
sein Schnauz hat ganz bedenklich zittert
ich glaub er hatte was gewittert,
denn G 'schirr abwaschen, Betten machen,
Wäsche bügeln und auch andere Sachen
nicht die Frau alleine kann
nein Gerd da musst du auch mit ran,
doch keine Angst wir helfen Dir
bezahlst für uns in jeder Probe das Bier.
Beim Schorsch da war die Hochzeit auch ganz schön
mit unseren Instrumenten wollten wir zur Kirche geh'n,
um ihm und seiner Irene zu musizieren
da braucht man bei uns kein Wort darüber zu verlieren
die Trommel, Gitarre und das Saxophon,
trugen wir hinauf da kam er schon
der Pfarrer - es ist kein Witz
zu uns gesaust wie ein geölter Blitz.
Was geht hier vor - was wird gemacht
raus mit euch - hier bestimme ich - das war gelacht
in der Kirche machen wir nicht solche Faxen
dort drüben in der Linde könnt ihr Jazzen.
Hätte Schorsch das alles vor dem Feste arrangiert
wäre diese Panne sicher nicht passiert.
Die Hochzeit wurde trotzdem noch zum schönen Feste
     und am 26. September kam das beste
sein Sohn Uwe auf die Welt
und nach der Probe hat er uns zu sich nach Hause einbestellt.
Auf den Stammhalter haben wir dann angestoßen,
und Hunger hatten wir ein wahnsinns großen
bei Bauernwurst und Speck und Brot
der Steffan stopfte rein und wurde nicht mal rot
als er nach dem sechten Stückchen Speck
dem Andi nahm die Wurst noch weg.
Um zwölf Uhr nacht's da gabs ein Schrei
der Andi hat Geburtstag – ei jei jei !
jetzt müssen wir das auch noch feiern heut
und Andi hat sich so gefreut,
weil wir sein Geburtstag nicht vergessen haben
dafür lies er uns an seinem Whisky laben
im Auto hat er ihn schon mitgebracht
für alle Fälle hat er wohl gedacht.
Der Inhalt wurde auch vernichtet
und bei jedem wurde bald ein Rausch gesichtet
bis alle in der Küche umgefallen
die einen konnten nur noch lallen
dem Schorsch riss man aus Dankbarkeit den Schuh entzwei
und das noch in der eignen Wohnung - so ne Sauerei
Dann ging’s ins Bett - der Andi zu dem Schorsch herein
ahje am nächsten morgen gab’s ein Pein.
Man ist gewöhnt im Ehebett grad neben dran,
die eigne Frau nur liegen kann.
Doch Irene noch im Krankenhause liegt
der Schorsch am morgen einen Schrecken kriegt
als er so halbverschlafen rüber greift
und dem Andi übers Brustbein streift.
Er merkt da ist kein Busen wo er sonst ihn fühlt
der Schorsch dort immer gerne wühlt
jetzt kommts ihm wie vom Blitz getroffen
das ist der Andi - der war ja so besoffen,
drum legte er sich dort zum Schlafen nieder
und hoffte am nächsten morgen erwacht er nüchtern wieder.
Die drei ander’n fuhren so noch Heim
kaum auf der Straße - mehr eher über Stock und Stein
des Nachbars Garten quer durchfahren
so kann man auch noch Kilometer sparen.
Der Roland fährt - der Bubu muss nur schauen
was man alles für ein Mist kann bauen.
Von der Straße in das Feld
Meinrad krampfhaft den Gitarrenkoffer hält,
dann drehten wir im Acker ein paar Runden
bis wir dann die Straße wieder g'funden!
Wir kamen gut nach Hause Gott sei dank,
am and’ren Tage waren wir alle Krank.
Wir hatten nötig eine Kur
und machten einen wicht'gen Schwur.
So fahren wir kein Auto mehr
und fällt es und auch noch so schwer.
Was wir erlebten im vergangenen Jahr
leg ich euch jetzt kurz dar
Die Stiftsmühle - vom Andi kam doch die Idee,
wir spielten dort bis in die Früh o je,
Sechs Tage hat er uns an einem Stück versprochen
wir spielten- doch der Hals blieb trochen.
Dann kam Hellingen im schönen Schwyzerländli
es war gut – und wir bekamen viele Fränkchli.
Fünf strenge Tage -
die Fasnacht war’s - wohl keine Frage.
Mit dem Stumpenball da hat’s begonnen,
in Gurtweil ist drei Tage dann der Schweiß geronnen.
In Tiengen war der Abschluss dann
begeistert waren alle Mann.
Im Märzen der Herbert die Vreni einfängt
und ihr am Finger ein Ringlein anhängt.
Am Abend die Rados zum Tanze aufspielen
der Roland nicht beikommt man könnte fast hülen.
Das Essen ist bereits schon getischt
da kommt er endlich bei der Tür reinzischt.
Mit unserer Orangen - Musik - Gardarobe
stellte uns Andi auf die Probe
zum Essen zieht er die nicht an
undsetzt sich im Pullover neben dran.
Lieber Andi merke dir,
verhalte dich nicht wie ein Stier
ein Einheitsbild kann es nur geben
wenn alle nach dem selben streben.
Denn auch zum Hochzeitsschmause dann
zieht man den Musik - Kittel an.
Der Tanz in den Mai
ging nur bis um zwei

doch wer fand den Heimweg erst bei Tage
Schorsch und Meinrad ohne Frage !
Beim Metzger Ebner wurd gefescht’,
und dann gingen sie um seche erst nicht in’s Nescht,
nein nach Unteralpfen musste man noch
und bläst mit der Maimusik aus dem letzten Loch.
In Unteralpfen war auch Musikfest im Mai
da gab’s den Williams wieder frei
der Roland und der Bubu die schlimmen
konnten fast im Schnaps drin schwimmen.
Es war auch dies ein schönes Vergnügen
wer’s bestreitet würde wohl lügen.
Beim Albbrucker Sportfest war es ziemlich Nass
und trotzdem hatten wir wieder viel Spaß
Zuerst kam durch das Zelt der Regen
dann fing die Bühne an zu beben
zum Schluss da fing die Magda an zu spinnen
ein jeder glaubt sie sei grad von Sinnen.
Zum Roland seinem Geburtstag dann
kippte jeder rein was er nur kann.
Unser Roland hochwohlgeboren
hat dann auch noch seine Schlüssel verloren
leiht sich einen zweiten dann aus
und verliert den auch noch - oh graus.
Wir haben dann zu dritt gesucht
und leise vor uns her geflucht
es kam uns vor wie Stunden
bis wir einen wieder gefunden.
Doch dieser passte leider nicht
er machte jetzt ein recht blödes Gesicht
wollte nun zu Hause einen Ersatz besorgen
inzwischen wurde es aber schon morgen
da plötzlich kam der richtige Schlüssel zum Erscheinen
er hatte ihn im Sack - es war wirklich zum weinen.
800 Jahre feiert Höchenschwand,
die Rados spielen - es ist ja bekannt
zwei Tage hatten wir Erfolg und wie,
am dritten Tag war der Verstärker hie.
Der Strom viel aus – der Verstärker muckt
und jeder von uns ganz blöde kuckt
aber als endlich ein Ersatz da war
ging auch uns'rer und war wieder klar,
wir waren alle wieder froh gestimmt
obwohl einem so was ganz bös her nimmt.
In Birndorf kam ein schlimmes Gewitter
um 12 Uhr wurde es dann bitter
das Licht ging aus - der Strom war weg
das kümmerte uns doch keinen Dreck
wir spielten froh im Dunkeln weiter
auch ohne Verstärker als Verstärkungsbegleiter
In Höchenschwand am 22. September
hatten wir ganz nasse Hemder
vom vielen Schnaps den wir bekamen
und das alles nur für unsern guten Namen.
Auch beim Motorsport - Club sind wir beliebt
deshalb es dort auch immer soviel zu Trinken gibt.
Nach Schinznach Bad war'n wir Verpflichtet
und jeder hat sich darauf eingerichtet
um zwei Uhr ist der Zapfenstreich
doch jeder wurde von uns bleich
weil bis vier Uhr mussten wir Blasen
aber das macht doch nicht für so alte Hasen.
In Fislisbach da war’s dann noch toller
der Saal der wurde immer voller
sie wüsten nicht wohin mit so vielen Leuten
klar, dass wir uns darüber freuten.
auch die Bewirtung war wieder nicht schlecht
die Schnitzel waren sogar echt.
In Höchenschwand am Jägerball
ereignet sich gar schlimmer Fall
Ein kaltes Büffet war zu sehen
mit Truthahn, Hasen und auch Rehen
8 Meter lang - war das ein Schmaus
es reichte für alle Besucher gut aus
und wir dazu die Musik spielten
und immerzu dort rüber schielten
Jeder freute sich auf den Genuss
denn so was bekommen wir bestimmt auch zum Schluss
wir waren es gewohnt vom letzten mal
und verlassen voller Stolz den Saal
im Nebenraum wir Platz einnahmen
erwarten das Essen im ganz großen Rahmen
doch ein Schreck wir werden rot
es gibt nur Wurstsalat mit Brot
und die Moral von der Geschicht’
traue keinem Porten nicht
denn es ist ihm nicht ganz egal
ob es Gäste sind - oder nur Personal.
Das war ein kleiner Überblick von diesem Jahr
was vorkam ist Wirklichkeit und alles wahr
hoffentlich wird das nächste auch so schön
und beim Andi wollen wir auf die Hochzeit geh’n.
Dann ist das nächste Fest schon wieder klar
Andi überleg’ nicht lange- mach’s endlich wahr.
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Jahresbericht 1974

Unsere Band verzeichnete im Jahr 1974 wieder eine positive Entwicklung. Unser Image und die Publikumsbeliebtheit verbesserte sich wiederum enorm. Auch die musikalische Leistung wurde durch intensive Probenarbeit qualitativ
und quantitativ  ausgebaut. Durch den Einsatz von Klarinette, Akkordeon und E-Bass konnten wir unser Programm mit erstklassigen Oberkrainer - Melodien ausbauen. Durch die Ergänzung mit einer Leslie-Hammond–Sound Anlage hat sich das gesamte Klangbild verbessert.
Rückblickend ist zu sagen, dass jedes Bandmitglied durch seinen intensiven Einsatz zum großen Erfolg der Kapelle beigetragen hat. So  haben sich auch unsere beiden Draht-Instumenten-Spezialisten nicht gescheut, durch die Anschaffung einer neuen Verstärkeranlage tief in die Tasche zu greifen. Unser erster Trompeter Schorsch hat sich ein neues, speziell für seinem Mund (Gosche) gefertigtes Mundstück anfertigen lassen, damit er die Qualität seiner Solovorträge noch steigern kann. Aber auch die Klappen der Saxophone wurden neu belegt damit kein falscher Ton aus den krummen Röhren pfeift. Kurz gesagt, jeder war bestrebt das Beste für den guten Ton beizutragen. Auch finanziell ging es weiter nach oben.
Die 60 Verpflichtungen/Auftritte und 56 Probe-Termine dieses Jahr zeigen wie populär und beliebt das Rados-Sextett geworden ist. Eine Wahnsinnsleistung  für eine Amateur-Band. Mit Stolz dürfen wir darauf zurückblicken und sind dankbar, dass keine Veranstaltung wegen Krankheit oder sonstiger Verhinderung ausfallen musste.
Unser gemeinsamer Urlaub in Saas Fee wird jedem in bester Erinnerung bleiben.
Unser Stefan wurde dieses Jahr zum zweiten mal Vater und Andi heiratete seine Bärbel in der Wallbacher Kirche. Es war ein zünftiges Hochzeitsfest in der „Traube „. Alles in allem war das Jahr 1974 eines der besten Jahre die das Rados-Sextett bisher erleben durfte und wir hoffen, dass es so auch weiter geht.


Im Probelokal Dogern, Hauptstr. 40 wurde auch so manches schöne Fest gefeiert!
v.l. Marion, Bubu, Loni, Andi

 


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